(Zur Erinnerung und für die, die es bisher verpasst haben:
Der Wahnsinn - Teil 1)
Sendungsverfolgungsnummern können auch eine echte Folter sein. Am letzten Donnerstag habe ich vom Wolleshop die Bestätigung bekommen, dass die Überweisung eingegangen und die Ware versandfertig gemacht wurde. Dazu wurde mir auch gleich die Sendungsverfolgungsnummer mitgeteilt.
Ganz hibbelig, wie man dann ja dann so als Wollsuchtie ist, habe ich fast stündlich geschaut, wo sich das Paket befindet. Und wie sollte es anders sein (bei den gelben *hüstel*), das Paket bewegte sich nicht von der Stelle *kreisch*.
Am Freitag habe ich dann natürlich auch gleich morgens als erstes geschaut, wo es sich befindet. In der Hoffung, dass es vielleicht und evlt doch am gleichen Tag noch in der Zustellung ist... Aber nein! Die Folter ging weiter und bereitete nun auch so langsam seelische Qualen. Vielleicht sollte man den Paketzustellern mal mitteilen, dass bei Absendern die was mit Wolle zu tun haben, der Versand schneller gehen muss, weil Suchtmaterial drinne ist, die die gemeine Strickerin zum täglichen überleben zwingen braucht! Aber immerhin hatte sich das Paket schon bis ins Verteilerzentrum vorgearbeitet.
Am Samstag früh dann die Erlösung! "Das Paket befindet sich heute in der Zustellung" Juchu, Jubel, Hüpf, Freu. Sollte man meinen. Wisst ihr eigentlich wie das ist, wenn der Paketwagen normalerweise immer gegen 10°° - 11°° Uhr vorbeikommt, nur dann nicht, wenn man auf Wolle wartet? So was gibts doch gar nicht. Machen die Paketzusteller dass vielleicht mit Absicht? Naja, ich will denen nix unterstellen. Aber der Gedanke kann einem da schon mal kommen. So, und wann der kam der Wagen am Samstag mit der heißersehnten Lieferung? Um 14°° Uhr. Und ich dachte schon der kommt gar nicht mehr. Hatte er schließlich zur normalen Lieferzeit bereits 3 - 4 Stunden Verspätung.
Der Paketzusteller hat dann allerdings bestimmt gedacht ich habe einen Knall, als ich ihm bereits, noch bevor er den Klingelknopf überhaubt losgelassen hat, breitgrienend die Tür geöffnet und das Paket aus den Händen gerissen habe (sein Glück, dass es wirklich das Wollpaket war und nicht irgend ein anderes. Ich glaub ich hätt ihn sonst leider lünchen müssen). Die Unterschrift hätte ich auch fast noch vergessen. Aber auf die hat er bestanden. Da gut, dann sollte er sie auch haben. Mein Nachname ist zum Glück nicht so lang, besteht nur aus 4 Buchstaben, das hat man schnell hingeschmiert.
Dann flux rauf in die Küche, Schere geschnappt und das Paket aufgerissen. Da war sie nun: meine Wolle. Herlich schaut sie aus. Noch schöner als auf den Fotos im Shop. Und weich fühlt sie sich an. Einfach herlich. Ich habe sofort alles stehen und liegen gelassen (wer braucht schon ein sauberes Bad fürs Wochenende. Am Montag ist das schließlich auch noch staubig). Und da ich eine vorrausschauende Strickerin bin, hatte ich mir
natürlich auch gleich noch eine Rundstricknadel mitbestellt. Und so stand dem anstricken dann nichts mehr im Wege (naja, fast nicht. Ich dachte mir dann doch, dass ein sauberes Bad nicht sooo schlecht ist und hab´s erst noch fertig geputzt). Aber dann hat mich nichts mehr gehalten.
Das ganze Wochenende habe ich nun schon an dem Mega-Master-Monster-Projekt gestrickt. Es ist wirklich easy und total fernsehtauglich. Was das vorankommen natürlich begünstigt. Wenn man es in ravelry Prozenten umrechnet dann habe ich schon (oder erst?) 15% gestrickt. Klingt nicht viel. Aber vergesst nicht: es ist ein Mega-Master-Monster-Projekt!
Achja, wollt ihr vielleicht mal ein Blick auf die Wolle werfen? Biddeschön:
Liebe Grüße und bis bald